Es ist stets unser Bestreben nachhaltig zu wirtschaften. Dabei nehmen wir unsere Verantwortung für Qualität, Ökologie, Ökonomie sowie unser soziales Engagement sehr ernst. Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung sind die Leitlinien unseres Handelns. In unserem Bestreben einen Beitrag zu einem lebenswerteren Leben zu leisten, möchten wir selbstverständlich nicht nur die geltenden deutschen Rechte und Pflichten einhalten, sondern darüber hinaus neue Standards setzen. Um Nachhaltigkeitskonzepte und -standards zu entwickeln, arbeiten wir eng mit dem Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Universität Witten/Herdecke und anderen Partnern zusammen. Für unsere Produktionsstätte in Ohrdruf haben wir eine Standortklimabilanz aufgestellt und für unseren Markenzwieback einen sogenannten CO2-footprint ermittelt. Der CO2-footprint eines Produktes gibt darüber Auskunft, wie viel CO2 bei seiner Produktion entsteht. Auch was unsere Rohstoffe betrifft, legen wir hohe Standards an. So stammt unser Mehl ausschließlich aus integriertem, kontrolliertem, deutschem Vertragsanbau. Das bedeutet, dass die Erzeuger sich zu einem geringen Einsatz von Düngemitteln sowie zu umweltfreundlichem Pflanzenschutz verpflichten. Wir verwenden ausschließlich Eiprodukte von Hennen aus käfigfreien Haltungssystemen. Im November 2011 wurde unser Engagement zum Schutz von Legehennen mit dem internationalen Tierschutzpreis "Das Goldene Ei" ausgezeichnet. Zur Reduzierung der CO2-Belastung, achten wir darauf, dass beispielsweise unser Hauptrohstoff Weizen stets auf dem kürzesten Wege zur mahlenden Mühle und von dort zu unserer Produktion gelangt.

In unserem Unternehmen ist das Senken des Energieverbrauchs ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenspolitik. Es ist uns bewusst, dass unsere Tätigkeiten den Energiehaushalt beeinträchtigen. Daher ist es unsere Pflicht, den Verbrauch der Energie im Rahmen der wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten und mittels durchdachten Abläufen auf das mögliche Minimum zu reduzieren. Unsere Verantwortung im Umgang mit der Energie und den Ressourcen erfordert die Ermittlung und Bewertung unserer bedeutenden Energieaspekte, die Erfüllung der festgelegten Energieziele sowie deren Überprüfung anhand messbarer Merkmale. Um diesen Anforderung gerecht zu werden, haben wir im Unternehmen ein Energiesparmanagement installiert und sind seit 2015 nach ISO 50001 zertifiziert.

Um den nachhaltigen Palmöl-Anbau zu unterstützen, verwenden wir Palmöl aus zertifizierter und nachhaltiger Erzeugung. So wird für den Zwiebackteig, der die Basis für über 20 Zwiebackspezialitäten ist, zu 100 Prozent nachhaltiges, zertifiziertes Palmöl der Qualität „Segregated“ verwendet. Dieses Öl wird von Plantagen bezogen, die die Nachhaltigkeitsstandards des RSPO (Round Table on Sustainable Palm Oil) erfüllen und laufenden, strengen Kontrollen unterzogen werden. Dieses Engagement bekräftigen wir seit 2011 durch unsere Mitgliedschaft im RSPO. Diese internationale Organisation engagiert sich weltweit für nachhaltige Anbaumethoden von Palmöl. Sie fördert und überwacht unter Berücksichtigung sozialer, umweltrelevanter und wirtschaftlicher Kriterien den nachhaltigen Anbau von Palmöl.


RSPO-Zertifikate

Wir haben begonnen, dieses nachhaltige und besonnene Denken im gesamten Unternehmen (Abteilungen und Abläufe) systematisch zu integrieren. Über dieses System möchten wir auch unsere Anspruchs- bzw. Interessensgruppen im Umfeld des Unternehmens mit auf einen Weg in eine bessere Zukunft nehmen.

Darüber hinaus möchten wir Sie hier über unsere Nachhaltigkeitsziele informieren:

1.    Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Als traditionelles Familienunternehmen liegen uns unsere Mitarbeiter besonders am Herzen. Denn sie sind es, die maßgeblich entscheidend für unseren Erfolg und unser Wachstum sind. Deshalb ist es unser besonderes Anliegen und unsere Verpflichtung, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv zu fördern und weiterzuentwickeln. Um eine Realisierung zu gewährleisten, ist es uns unter anderem wichtig, familienfreundliche Personalpolitik zu leben und ein aktives Gesundheitsmanagement zu fördern.
Eine Vielzahl von Maßnahmen konnte hierzu bereits umgesetzt werden: Zum einen konnte die Zufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht nachhaltig werden, doch auch die Senkung unserer Arbeitsunfähigkeitsquote ist ein maßgebender Faktor für den Erfolg unserer derzeitigen Personalpolitik und unseres Gesundheitsmanagements.

2.    Nachfolge – Wissensmanagement

Aufgrund des demografischen Wandels, sowohl in Deutschland als auch im restlichen Europa, erlangt das Personalmanagement - Instrument Nachfolgemanagement eine zunehmende Bedeutung. Das Nachfolgemanagement wirkt durch sein systematisches Vorgehen auch dem Fachkräftemangel entgegen.

Auch im Unternehmen Brandt ist diese Entwicklung identifiziert worden, da der Übergang einer Vielzahl an Wissensträgern in den Ruhestand absehbar ist. Wir als Unternehmen wollen hierzu eine planmäßige Arbeitsweise entwickeln, um das Wissen an Nachfolger zu vermitteln. Parallel hierzu soll das erarbeitete Wissensmanagement im Rahmen der Ausbildung auch für unsere Auszubildenden eingesetzt werden.

Um die Nachfolge im Unternehmen zu gewährleisten, wurde unsere Ausbildungsquote im Zwiebackwerk verdoppelt. Weiterhin wurden drei neue Ausbilder in den Produktionsbereichen qualifiziert und eingesetzt, die beide Lehrberufe (Maschinen- und Anlagenführer, Fachkraft für Lebensmitteltechnik) begleiten und unterstützen.

3.    Erhöhung der Verwendung von Kakao aus zertifiziertem Anbau auf mindestens 50% bis 2020

Die Firma Brandt ist Mitglied im Forum Nachhaltiger Kakao (German Initiative on Sustainable Cocoa), das im April 2014 gegründet worden ist. Die Mitglieder des Forums haben sich zum Ziel gesetzt bis 2020 mindestens 50% des verwendeten Kakaos aus zertifiziertem nachhaltigem Anbau zu beziehen. Das bedeutet, dass sich alle Mitglieder über das Forum einsetzen, die Verhältnisse der Kakaoerzeuger in den Anbauländern durch Förderung eines nachhaltigen Anbaus von Kakao in enger Zusammenarbeit mit den gesellschaftlichen Kräften vor Ort zu verbessern. Es sollen die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse im Kakaoanbau nachhaltig entwickelt und der Anbau umweltverträglich gestaltet werden. „Die Einführung nachhaltiger Anbaumethoden bleibt der Schlüssel zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bauern und ihrer Familien. Damit diese Bemühungen zum Erfolg geführt werden können, ist eine Mitwirkung aller an der Wertschöpfungskette Beteiligten unverzichtbar. Jeder in der Kakaolieferkette muss seinen Beitrag leisten“, so Stephan Nießner, Vorsitzender des BDSI. Die deutsche Süßwarenindustrie konnte hier bereits vorbildlich agieren und hat ihren Anteil an nachhaltig erzeugten Kakaos in den in Deutschland verkauften Süßwaren weiter ausgebaut, der Anteil an nachweislich nachhaltigem Kakao in den in Deutschland eingesetzten Süßwaren ist im Jahr 2015 auf 39 % angestiegen. Die aktuellsten Informationen zum Forum erhalten Sie auch auf www.kakaoforum.de.

Wir von Brandt möchten Ihnen versichern, dass wir das Thema Nachhaltigkeit und die Verwirklichung unserer Ziele sehr ernst nehmen. So freuen wir uns, dass wir 2013 die Arbeit von Clowns helfen e.V. mit einer Spende unterstützen konnten. Anlässlich des 100. Firmenjubiläums in 2012 haben wir von Brandt uns dazu entschlossen, die Arbeit dieses gemeinnützigen Vereins zu unterstützen. Als Ergebnis dieses Jubiläumsengagements übergaben Firmeninhaber Carl-Jürgen Brandt und seine Ehefrau Monika Brandt im April 2013 einen Scheck in Höhe von 50.000 Euro an Patrick Tapp, den Vorstandsvorsitzenden von Clowns helfen. Der Verein „CLOWNS HELFEN. Wir schenken Lächeln!" hat das Ziel, mehr Menschen in Deutschland über die therapeutische Wirkung von Clown-Einsätzen zu informieren und zu begeistern. Als gemeinnütziger Förderverein sammelt CLOWNS HELFEN e.V. Spenden zugunsten der Durchführung von Clown-Visiten in Krankenhäusern, Pflege- und Senioreneinrichtungen. Dieses soziale Engagement führen wir im Rahmen verschiedener Aktivitäten über das Jubiläumsjahr hinaus fort.